Ortsverband Everswinkel/Alverskirchen
Montag 27. Februar 2012 | Alter: 1 Jahr/e

Treffen mit den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden

Von: Winkler
LOV Everswinkel und Alverskirchen zum Meinungsaustausch zu Gast in unserem Ortsverband

Treffen mit LOV

v.l. Frank Winkler, Ewald Homann, Karl Brinkmann, Christoph Gerd-Holling, Josef Stab und Karl Stelthove

Die Landwirtschaftlichen Ortsverbände aus Alverskirchen und Everswinkel besuchten den Ortsverband.

In ungezwungener Atmoshäre tauschte man sich über Lokal- bis Weltpolitik aus.
Nachdem Ortsverbandssprecher Frank Winkler die Gäste begrüßt hatte, nicht ohne kurz anzumerken, dass das Verhältnis zwischen den Landwirten und den Grünen in der Vergangenheit oft schwierig war. So könnte doch dieser Abend, so Winkler, für mehr Verständnis auf beiden Seiten bringen.
Karl Stelthove stieg dann in die vorbereitete Diskussionsliste ein. Den Landwirten war bekannt, dass die Gemeinde ein Wrtschaftswegekonzpt erstellt. Ziel soll sein die Kosten für die Instandhaltung zu senken. Dazu sollen die Wirtschaftswege auf ihre Wertigkeit untersucht werden. Die Landwirte stehen dem Vorhaben offen egenüber, gehen aber davon aus, dass sie in den
Entscheidungsprozeß eingebunden werden.

Bei dem Thema Erneuerbare Energien war man auf gleicher Wellenlänge. Das Gemeindegebiet sollte mittels einer Potenzialanalyse auf weitere Eignungsgebiete für Windenergieanlagen untersucht werden. Ebenfalls einstimmigkeit gab es zu Bürgerwindparks. Biogasanlagen werden dagegen kritisch gesehen. Das Gemeindegebiet kann nur begrenzt solche Anlagen vertragen. Die Energiegewinnung durch Holzhackschnitzel ist, da das Münsterland kein Waldland ist, nur begrenzt ausbaubar.


Der Trend zur Massentierhaltung läßt sich nur schwer aufhalten. Die Discounter wollen billig Fleisch anbieten und das läßt sich nur mit Großanlagen umsetzen. Es läßt sich ein verändertes Einkaufsverhalten feststellen. Die meisten Verbraucher wollen weniger Geld für Lebensmittel ausgeben. Hier bedarf es einer Rückbesinnung und Wertschätzung der Lebensmittel.

Die Lösung durch Direktvermarktung ist nicht einfach und nicht für jeden Landwirt umsetzbar.

Oft kritisiert wird der hohe Einsatz an Pestizieden. "Dies war in der Vergangenheit wohl der Fall", so Gerd-Holling, "doch bei den Preisen sorgt der Landwirt schon aus Kostengründen für einen sparsamen Einsatz."

Ein weiterer kontrovers diskutierter Punkt war die Gentechnik. Herr Homann konnte der Technik auch gute Seiten abgewinnen. Es gibt einen höheren Ertrag und der Einsatz von Pestizieden kann reduziert werden, wenn die Pflanzen gegen Schädlinge resistent sind. Für Herrn Stab ist dagegen klar: Deutschland braucht keine Gentechnik in der Landwirtschaft.

Viele Themen aus Umweltschutz und Landwirtschaft wurden angesprochen, alles konnte aus Zeitgründen nicht diskutiert werden. Daher waren sich alle einig weiterhin im Gespräch zu bleiben.